ch weiß nicht mehr,
wie alt ich war, als der Osterhase eines Tages eine Blockflöte für mich versteckte.
Jedenfalls wollte ich von da an nicht länger nur im Schulchor singen, sondern "richtig" Musik
machen. Zu meinem Glück gründete mein Vater als Musiklehrer wenig später eine kleine
Instrumentalgruppe an unserer Schule. Wer kein Instrument spielte, durfte sich
perkussionistisch betätigen und natürlich singen. Letzteres war neben dem
Blockflötenspiel auch meine Aufgabe, bis ich schließlich begann, Geige zu
spielen. Als nur noch der harte Kern der Gruppe übrig war und dieser inzwischen
schon am Gymnasium in Dippoldiswalde, nannten wir uns "Pauker&Pennäler" und hatten
nicht nur bei Geburtstagen, Jugendweihen, Schulabschlussfeiern und Stadtfesten gut zu
tun. Musikalische Hochsaison war vor allem Weihnachten.
ährend meiner Buchhandelsausbildung,
für die ich mich nach dem Abi entschied, musste ich die musikalischen Aktivitäten
etwas zurückstellen. Schließlich blüht auch im Handel das Geschäft selten so sehr
wie zu Weihnachten. Das änderte sich jedoch, als ich 1998 mit dem Studium der
Musikwissenschaft an der TU Dresden begann. Die "Pauker&Pennäler" verstreuten
sich zwar endgültig in alle Winde, dafür bekam ich jetzt aber Klavierunterricht
sowie eine Menge neuer musikalischer Impulse im Studium. Außerdem fand ich
Gelegenheiten, um mich auch wieder musikpraktisch zu betätigen, zunächst im
Dresdner Uni-Chor. Nebenher nahm ich noch privaten Geigen- und später auch
Gesangsunterricht. Danach ergaben sich immer wieder Auftrittsmöglichkeiten mit
verschiedenen kleineren Ensembles und in unterschiedlichen Genres, von
Straßenmusik über Kaffeehausmusik bis hin zur Kammermusik.
och vor Beginn des Studiums
spielte ich das erste Mal bei einer Trauung im Lauensteiner Schloss.
Mein Vater, der bis dahin bei Live-Musik-Wünschen dort die musikalische
Umrahmung allein am Klavier übernommen hatte, holte mich von da an
öfter als Geigerin und Sängerin dazu. Sechs Jahre später, im Jahr 2004,
entstand daraus die Formation TrauMusik. Seither ist durch die Arbeit
mit verschiedenen Pianisten das Repertoire ständig gewachsen, und vor
allem die Sommermonate sind für regelmäßige Auftritte bei Trauungen
und Hochzeiten reserviert.